Entlassung der Fachoberschule


Entlassung der Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule

Die Fachoberschule ist eine Schulform, die sich wachsender Beliebtheit erfreut. Sie wird an der BBS Alfeld in den Fachrichtungen Wirtschaft, Technik und Gesundheit und Pflege angeboten. Von den in diesem Schuljahr insgesamt 1257 Schülerinnen und Schülern der BBS Alfeld besuchen 89 die Fachoberschule. In nur zwei Jahren bzw. mit einer abgeschlossenen einschlägigen Berufsausbildung sogar in nur einem Schuljahr kann man die Fachhochschulreife erwerben, mit der die Tür zu Studiengängen aller Fachrichtungen offensteht. In diesem Schuljahr haben 35 Schülerinnen und Schüler die Fachoberschule erfolgreich abgeschlossen und am Freitagvormittag ihre Zeugnisse in der Sporthalle der BBS Alfeld erhalten.

Zuvor hatten Ende Mai die Abschlussprüfungen dieser Absolventinnen und Absolventen stattgefunden. Im Vorfeld dieser Prüfungen gab es je nach Schwerpunkt eine individuelle Prüfungsvorbereitungswoche mit Präsenz- und Onlineunterricht inklusive Videokonferenzen.

Mutter mit KindEiner besonderen Herausforderung stellte sich Luise Müller, die an den Abschlussprüfungen teilgenommen hat, obwohl sie kurz vor deren Beginn ein Baby bekommen hat. Dass ihre Prüfungsteilnahme möglich war, ist auch den Lehrkräften an der BBS Alfeld zu verdanken, die durch Abklärung und Einhaltung weiterer Hygiene- und Aufsichtsmaßnahmen dafür sorgten, dass Luise sich bei Bedarf auch während der Prüfungen zeitweise um ihr Kind kümmern konnte. Hierfür war bei jeder Prüfung eine zusätzliche Lehrkraft abbestellt.

Vor zwei Jahren haben sich die Absolventinnen und Absolventen mit den unterschiedlichsten Motiven für diese Schulform entschieden. Für einen Großteil war es das Ziel, mit dem Realschulabschluss in der Tasche, nun auch die Fachhochschulreife nach zwei Jahren zu erwerben. Vielen gefällt die Kombination aus Schule und Praktikum im ersten Schuljahr, weil sie in der Schule erarbeitetes Wissen im Praktikum anwenden können bzw. im Unterricht dieses Wissen mit ihren im Praktikumsbetrieb gewonnen Erfahrungen verknüpfen können. Je nach gewähltem Schwerpunkt, Gesundheit und Pflege, Technik oder Wirtschaft, wurden beispielsweise verschiedene Pflegeeinrichtungen im Rahmen von Unterrichtsexkursionen besichtigt, mit AutoCad technische Zeichnungen angefertigt oder aber mit der Unternehmenssoftware Microsoft Dynamics NAV gearbeitet sowie in diesem Zusammenhang verschiedene Fertigungsverfahren analysiert. Alle haben das Projektmanagement kennengelernt und z. B. als Projekt die optimale Position auf einem Ergometer für die beste technische Leistung ermittelt. Die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule hatten auch die Möglichkeit an verschiedenen Bildungsmessen, Hochschultagen und einem Unternehmensplanspiel teilzunehmen. Einige haben diese außerschulischen Aktivitäten genutzt und sind darüber an ihren Ausbildungsplatz gelangt.Fertigungsverfahren

Im zweiten Schuljahr sah die Klassenzusammensetzung etwas anders aus, weil neue Schülerinnen und Schüler mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung hinzugekommen sind. Auch hier waren ganz unterschiedliche Gründe für den Besuch der Fachoberschule ausschlaggebend: Einige wollten die Fachhochschulreife erreichen, um anschließend studieren zu können, andere wurden im Anschluss an ihre Ausbildung nicht übernommen und haben die Chance zur Weiterbildung genutzt. Klassenfeiern und Ausflüge sorgten zudem dafür, dass die Stärkung der Klassengemeinschaft während der gemeinsamen Schulzeit nicht zu kurz kam.

Einige Absolventinnen und Absolventinnen haben bereits sehnsüchtig auf Ihre Zeugnisse gewartet, damit sie diese, zur Vervollständigung ihrer Bewerbungsunterlagen, bei den Hochschulen einreichen können. Für andere beginnt bereits in wenigen Tagen die Ausbildung, ein duales Studium oder sie starten beispielsweise in ihr freiwilliges soziales Jahr.

In seiner Entlass-Rede wünschte Schulleiter Herr Schulz den Absolventinnen und Absolventen viel Erfolg für ihren weiteren Lebensweg. Die Klassensprecher merkten in ihrer Abschlussrede an, dass jetzt eine Zeit kommt, in der sie alle Entscheidungen bezüglich ihres Werdeganges treffen müssten. Einige würden sich später vielleicht auch als falsch herausstellen, aber sie hätten mit dem Abschluss der Fachhochschulreife die Chance ihre Wünsche und Träume zu verwirklichen.

Fachoberschule Wirtschaft
Fachoberschule Gesundheit und Pflege und Technik

 

JahrgangsbestenDie Jahrgangsbeste war die Klassensprecherin der FO-W-18 Laura Warnecke (Fachrichtung Wirtschaft) mit einem Notendurchschnitt von 1,8. Ebenfalls eine Eins vor dem Komma hatte Luise Müller mit einem Notendurchschnitt von 1,9 (Fachrichtung Wirtschaft). Lisa-Marie Rühmann (Gesundheit und Pflege) und Tim Hartje (Technik) sind die Besten ihrer Fachrichtungen mit einem Notendurchschnitt von 2,0. Sie alle wurden durch die Abteilungsleiterin der Fachoberschule und des beruflichen Gymnasiums Frau Strohmeyer geehrt und erhielten einen Büchergutschein. Nach den Klassenfotos im Freien wurde noch einmal auf die guten Leistungen angestoßen.

 


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