Umfrage zum Distanzunterricht


Distanzunterricht auf dem Prüfstand – Eine aktuelle Umfrage an der BBS Alfeld (Leine)

Die Schülerzeitung der BBS-Alfeld (Leine), die als Projekt von der 12. Klasse der Fachoberschule Wirtschaft erstellt wird, wollte erfahren, wie der Distanzunterricht, bzw. der Unterricht im Szenario B, an der BBS Alfeld (Leine) umgesetzt wird und wie die Schüler*innen und Lehrer*innen diese Zeit erleben. Dafür erstellte die Klasse mithilfe von Iserv eine Online-Umfrage, welche von ca. 50 Prozent der eingeladenen Teilnehmer*innen ausgefüllt wurde.
Die Umfrage stieß in allen Bereichen der BBS - Soziales, Technik und Wirtschaft -  auf Interesse. Schüler*innen mit den verschiedensten Abschlusszielen (Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, erweiterter Sekundarabschluss, Fachhochschulreife, Abitur, Ausbildung) nahmen gleichermaßen teil.

Schüler- und Lehrerumfrage zum Distanzunterricht

Arbeit an der Umfrage 1Der erste Fragenteil beschäftigte sich mit der vorhandenen Ausstattung. Es wurde deutlich, dass sowohl Lehrer*innen als auch Schüler*innen über vielfältige Möglichkeiten verfügen, um den Distanzunterricht zu gestalten bzw. an diesem teilnehmen zu können (siehe Tabelle).
Ein weiterer Schwerpunkt der Umfrage drehte sich um die Umsetzung des Distanzunterrichts.  Hierbei waren Mehrfachnennungen möglich. Die meisten Aufgaben für den Distanzunterricht werden im IServ Aufgaben-Tool hochgeladen (97%) und anschließend in der darauffolgenden Videokonferenz besprochen (82%) oder von den Schüler*innen präsentiert (42%). Zusätzlich stellen die Lehrer*innen Musterlösungen und Erklärvideos zur Verfügung (53%). Teilweise erhalten die Schüler*innen die Aufgaben korrigiert und kommentiert zurück (33%). Offenbar nutzen die Lehrkräfte mehrere Wege um sich zu versichern, dass die Unterrichtsinhalte richtig bei den Schüler*innen angekommen sind. Dieses Ziel zu erreichen, geht allerdings mit einem hohen zeitlichen Aufwand einher.
Die wichtigsten Kommunikationskanäle zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen stellen die Videokonferenzen (84%) und E-Mails (82%) dar. Eine persönliche Kommunikation erfolgt in der Schule weniger als einmal pro Woche (11%). Dies ist nicht verwunderlich, denn nur wenige Schüler*innen sind im Szenario B in der Schule anwesend. Andere Wege der Kontaktaufnahme werden seltener genutzt. 18% der Lehrer*innen gaben an, keinen Kontakt zu einzelnen Schüler*innen aufbauen zu können. Dieses Problem wurde ebenfalls mehrmals in den freien Antworten aufgegriffen. Sowohl Lehrer*innen als auch Schüler*innen beklagen hier ein „Abtauchen“ einzelner.

Was läuft gut?

Die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung nutzten viele ausgiebig. So ergab sich ein interessanter Einblick, was die Umfrageteilnehmer*innen während des Szenarios B bewegt.
Lehrer*innen und Schüler*innen loben gleichermaßen das Aufgabentool in IServ. Die Lehrkräfte betonen die guten Möglichkeiten zur Strukturierung der vielen Aufgaben, zudem fördere es die Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Schüler*innen. Die gute Übersicht und weniger „Papierkram“ gefällt vielen Schüler*innen ebenfalls.
Ein häufiges Thema in den Kommentaren sind die Videokonferenzen. Lehrer*innen sehen diese als gute Möglichkeit, den fehlenden Präsenzunterricht zu kompensieren. Auch bei Schüler*innen kommen diese gut an, einem Schüler/einer Schülerin gefällt „dass viele Videokonferenzen gemacht werden, es kommt dem normalen Unterricht näher und man versteht die Themen besser.“ Ähnlich äußern sich mehrere Umfrageteilnehmer*innen. Insbesondere die soziale Komponente wird immer wieder betont. Lehrer*innen, die sich über den Schulstoff hinaus Zeit nehmen, um sich mit der Klasse auszutauschen, werden gelobt.

Was läuft schlecht?

Klasse Umfrage 2Der fehlende persönliche Kontakt stellt für viele Befragte ein Problem dar. Der persönliche Austausch fehle, insbesondere zu Schüler*innen, denen keine adäquate technische Ausstattung zur Verfügung steht oder die sich nicht aktiv beteiligen. In einem Lehrer*innen-Kommentar werden die Folgen des fehlenden persönlichen Kontakts besonders deutlich aufgegriffen: „Wie in allen Medien dargestellt, empfinde auch ich es tatsächlich so, dass Schüler*innen, die keine oder wenig Unterstützung zu Hause erfahren oder auch einfach lernschwächer als andere sind, (noch) weiter abgehängt werden.“ Auch einige Schüler*innen sehen hier Probleme. Ihnen sei die persönliche Vermittlung des Unterrichtsstoffs wichtig, um die Inhalte vollständig zu durchdringen.
Viele Schüler*innen kritisieren das Aufgabenvolumen, welches nicht immer im Verhältnis zum Umfang der einzelnen Fächer stehe. Zu viele Aufgaben an einem Tag seien zudem demotivierend. Auch die Selbstorganisation falle einigen schwer, teilweise durch die große Ablenkung zu Hause. Motivierend scheint die persönliche Rückmeldung der Lehrer*innen zu wirken, die immer wieder eingefordert wird.
Ein Ausblick in die Zeit nach dem Distanzunterricht gibt dieser Schüler*innen-Kommentar: „An sich funktioniert der Online-Unterricht ganz gut, außer dass es manchmal nicht ganz so verständlich ist. Aufgaben können gerne auch immer über das Aufgaben-Tool verteilt werden, auch wenn man in der Schule ist. Ist denke ich übersichtlicher und man kann auch immer gucken, ob man jetzt was auf hatte oder nicht. Vielleicht vergisst man dann die Hausaufgaben weniger.“

Das Ergebnis

Welche Ausstattung ist vorhanden? Wie häufig wird diese genutzt? (Ergebnisse in %)

Umfrage Ergebnis

 


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